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  Tier gefunden – Was kann ich tun?

 

Im Ausland (besonders in den süd- und osteuropäischen Ländern) handelt es sich bei Tieren, welche auf der Straße gefunden werden, in aller Regel um Streuner. Und natürlich sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Bitte schaut nicht weg!  Habt Ihr den Eindruck, dass es dem Tier nicht gut geht, findet Ihr auf Google Maps schnell den nächsten Tierarzt. Dieser kann eine erste Einschätzung machen, was dem Tier fehlt und wie weiter vorgegangen werden soll. Katzenbabys ohne Mutter brauchen z.B. schnellstens Aufzuchtmilch, damit sie überleben können.

Wie wir Dir helfen können
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Manchmal genügen nur wenige Tage Augentropfen, um eine Katze vor Erblindung zu bewahren.

Tierärzliche Behandlung der Wunden ist wichtig, damit diese sich nicht entzünden.

Tierfund in Deutschland.
Hier sieht es etwas anders aus:

Habt Ihr ein entlaufenes Tier gefunden? Fragt in der Nachbarschaft, ob jemand es kennt. Sollte dies nicht der Fall sein, solltet Ihr bei Tasso (einem Suchdienst für vermisste Tiere) eine Mitteilung machen (Tel.+49 (0) 61 90 / 93 73 00), oder auch einen möglichen Microchip beim Tierarzt auslesen lassen. Dieser hilft, den Besitzer ausfindig zu machen und ist mittlerweile sehr verbreitet. Ist kein Chip feststellbar, könnten über Facebook-Posts viele Tiere wieder ihren Weg nach Hause finden.

Bei einem freilaufenden Katzenkind schaut bitte unbedingt in der Gegend, ob nicht noch weitere vorhanden sind. Möglicherweise ist der Mutter etwas zugestoßen, und die Kleinen sind hilflos. Eine Weile sollte man warten und beobachten. Denn natürlich kann es auch sein, dass sie einfach nur auf Jagd ist. Besonders beim Fund von Waisen ist Vorsicht geboten: Da sie noch nicht selbst in der Lage sind, Futter zu sich zu nehmen, benötigen sie dringend die Aufzucht mit der Flasche. Wir raten dazu, schnellstens mit dem örtlichen Tierheim oder einer Auffangstation in Kontakt zu treten.

Findet man ein verletztes Tier, so sollte es dringend zu einem Tierarzt gebracht werden. Denn jede verlängerte Wartezeit kann dem Tier das Leben nehmen. Über Google Maps lässt sich schnell der nächste Tierarzt finden. Nähere Dich dem Tier langsam und sprich mit ihm. Eine Decke über die Augen zu legen, beruhigt die meisten Tiere.

Wehrt sich das Tier erheblich berührt zu werden, meldet dies bitte umgehend einem Tierarzt. Rufe das nächste Tierheim an und frage nach einen Notdienst oder um einen Rat. Erreichst Du niemanden, hilft auch die Polizei. Dies gilt generell auch für Wildtiere.

Text folgt in Kürze

Das deutsche Recht unterscheidet zwischen einem “Fundtier” und einem “herrenlosen Tier“. Bei einem Fundtier wird von einem Besitzer ausgegangen, welchen es zu ermitteln gilt. Indize dafür sind z.B. das Tragen eines Halsbandes, eine gepflegte Erscheinung oder ein vertrautes Verhalten gegenüber Menschen. In diesem Fall muss ein Antrag bei der Gemeinde auf Übernahme der Kosten gestellt werden. Auch können Pflegekosten bis zu 4 Wochen beantragt werden. Dies hat auch Gültigkeit, wenn der Besitzer nicht ausfindig zu machen ist.

Anders liegt die Gesetzeslage bei herrenlosen Streunern. Hier muss die Kommune nicht für die Kosten einstehen. Die Tiere werden als freilebende Wildlinge betrachtet, die aufgrund ihres scheuen, zurückgezogenen Verhaltens sich nur unter schwierigen Umständen einfangen lassen. Möchtest Du dem Tier dennoch helfen, gibt es  verschiedene Möglichkeiten, es in Pflege zu nehmen. Wirkt es krank, kannst du es nur auf eigene Kosten behandeln lassen. In vielen Fällen kann Dich aber auch der Tierschutz unterstützen. Frage im örtlichen Tierheim nach oder wende Dich an Tierschutzgruppen. 

Bei einem Unfalltier lässt sich nur schwer erkennen, ob es ein Streuner oder Fundtier ist. Habe aber keine Scheu zu helfen! Der Besitzer ist zur Übernahme der Kosten verpflichtet, und lässt sich dieser nicht auffinden, so versorgen die Tierärzte in der Regel Unfalltiere kostenfrei. In den meisten Fällen werden die Tiere im Anschluss von Tierheimen übernommen.

In Deutschland ist man gesetzlich zur Meldung eines Fundtieres verpflichtet. Das kann bei dem Ordnungsamt, bei der Polizei, dem örtlichen Tierheim und Tasso geschehen. Wir raten dazu, dies  schriftlich und unverzüglich zu tun. Besonders wenn es um Rückerstattung von Tierarztkosten durch die Gemeinde geht, liegt hier ein Nachweis der Bekanntgabe vor.

Eine Meldung sollte übrigens auch vorgenommen werden, wenn man sich um einen vermeintlichen Streuner kümmert oder dieser gar Einzug in das eigene Zuhause findet. Denn letztlich kann man nicht wissen, ob es sich nicht doch um ein seit langem schmerzlich vermisstes Tier handelt.

Grundsätzlich können die Fundtiere nach Meldung erst einmal selbst beherbergt werden. Wer dies nicht möchte oder auch keine Gelegenheit dazu hat, kann mit dem örtlichen Tierheim in Kontakt treten.

Möchte man das Tier selbst behalten, gelten Besitzansprüche erst nach einem halben Jahr. Sollte sich der vorherige Besitzer nach Ablauf dieser Zeit melden, hat er keinen Gesetzesanspruch mehr. Wir empfehlen jedoch dringend im Sinne des Tieres zu handeln und mit den vorherigen Besitzern ins Gespräch zu kommen. Bitte berücksichtigt, dass jener möglicherweise monatelang verzweifelt nach seinem tierischen Begleiter gesucht hat.

Auch für eine Vermittlung gilt: Der Besitzer hat bis zu 6 Monate das Recht, sein Tier zurück zu verlangen.

Wer oft mit dem Auto unterwegs ist, kann eine Transportbox, Decke, eine Flasche Wasser, Napf, Leckerlis (zum Anlocken) und Handschuhe mit sich führen. Dies nimmt nicht allzuviel Platz im Kofferraum ein und kann im Notfall von enormer Bedeutung sein.

Aber auch das Speichern von wichtigen Telefonnummern und Adressen (Tierarzt, Polizei, Tierheim, Tasso) ist hilfreich, wenn schnell etwas gemeldet werden muss.

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